Ich bin Hobby-Imkerin. Und soviel kann ich sagen: manche „Forschung“, wie dieser hier von Veba, ist nicht anders als Verleumdung.

Bienen sterben nicht wegen schlechter Imkerarbeit. Früher war es so – als die Imker einfach den Bienenstock zerbrachen, um den Honig zu stehlen – aber heute haben die Bienen künstliche Häuser, die es den Imkern erlauben, lediglich Teile des Bienenstocks zu entfernen (zB nur einen Teil des Honigraumes) während der Honigernte. Tatsächlich sterben viel weniger Honigbienen dank moderner Bienenzucht als vor ein paar Jahrzehnten. Die Gesundheit der Bienenvölker ist für den Imker von größter Bedeutung, da dort ihr Lebensunterhalt abhängt: Imker wollen dass die Bienen überleben.

Honigbienen wurden gezüchtet, um produktiver zu sein als Wildbienen. Also ja, sie müssen anders versorgt werden als Wildbienen, um ihre Bevölkerung im Einklang mit den Jahreszeiten zu halten. Und ja, sie haben eine schwächere Immunität gegen Milben und werden jährlich behandelt – allerdings nicht mit Antibiotika, sondern mit Oxalsäure. Dies ist die einzige synthetische Behandlung, die die Bienen erhalten, und der einzige Zeitpunkt, zu dem ein Imker möglicherweise Vollkörper-Schutzkleidung benutzen muss, um das Stechen der Bienen zu verhindern. Der Rest der Arbeit ist mit Gartenhandschuhen erledigt. Selbst kommerzielle Imker arbeiten hier mit nur dünnen, nicht stichfesten Handschuhen und keinem anderen Schutz auf.

Eine gesunde Honigbienenstock hat zwei oder drei Stockwerke. Das „Honigzimmer“ ist im Winter leer: Wenn es voll ist, fängt die Königin an, viele Eier zu legen, und die Bienenpopulation explodiert. Im Frühjahr füllt der Imker das „Honigzimmer“ wieder auf, damit die Königin früh Eier legen kann, so dass die Arbeiter geschlüpft sind, wenn die Blumen blühen. Umgekehrt erhalten die Bienen im Winter mehr Bienenfütter, so dass die Königin nicht so viele Eier legt.

Von Frühling bis Herbst kontrolliert der Imker die Bienen regelmäßig – etwa wöchentlich, um die Gesundheit des Volks zu überwachen. Die Bienen stechen normalerweise während der Inspektion nicht, selbst wenn jeder Rahmen einzeln herausgenommen wird. Wenn der Honigraum voll ist oder wenn nicht genug Platz für die Bienen ist, fliegt die Königin davon und sucht nach einem neuen Nest. Sie hat keine abgeschnittenen Flügel. Also, was macht der Imker? Bevor der Raum voll wird, werden einige Honigrahmen entfernt und der Honig extrahiert, und die leeren Rahmen wieder zurückgegeben, damit die Bienen ihre Arbeit fortsetzen können und das Stock nicht verlassen. Oder es werden einfach neue Rahmen zum Bienenstock hinzugefügt, damit die Bienen genug Platz zum Leben haben.

Glaubst du es mir nicht? Geh selbst und besuche einen Imker. 🙂 Keine genetische Manipulation, aber die Bienenstock wird manipuliert, um die Honigproduktion im Frühling anzukurbeln und die Honigproduktion im Winter zu reduzieren. Die Bienenstock kann auch so manipuliert werden, um zwei Bienenstöcke aus einem zu schaffen (sogenannte Königinzucht), oder um die Bienen zu einem anderen Standort zu schaffen (z.B. für die Herstellung eine bestimmte Honigsorte).

Wovon sterben dann Bienen? Von Pestizide, Milben, Ratten und so weiter. Aber sicherlich nicht wegen Imker!

6 Replies to “Verleumdung und schlechte Forschung: Wie werden Honigbienen gezüchtet?”

  1. +Gaythia Weis Sure – bees are trucked around here too. It takes a bit of effort to make sure the bees are comfortable in their new location and don't abandon their hive, but bees get trucked around for up to about 30 km here by the local beekeepers to do commercial pollination.

    While bad beekeeping is possible, (at least in the western world) I think it would be relatively safe to rule out bad beekeeping is because of economics. A healthy bee population costs about a hundred euros, not to mention all the accessories, food, treatment, frames – if you simply kill it off every year, you're going to be out of money pretty fast. The biggest challenge is, as you also indicate, industrial sprays deployed over agricultural fields.

  2. California almond growing is insane in many dimensions. Some groves have already been uprooted because of the drought there and the extreme over utilization of Central Valley groundwater. But some of the bees are coming in from as far away as 1000 miles. And then expected to do their pollinating thing in a very short time frame burst of almond blossoming. The mixing of different commercial hives also increases the likelihood of spreading disease.

  3. +Gaythia Weis Bees are very efficient at pollinating. Truck a beehive to a field in blossom, and each hive will gain 5-10 kg each day, and the honey room will need to be emptied every week or two. Sure, not all of the weight gain is honey, but that's still damn efficient – it's not as if they are stressed from the long haul and suddenly non-productive. Now, I'm not sure if this is also the case for bees coming in from 1000 miles, as I don't know any beekeepers who do that, but considering how quickly the bees adapt to their local moves here, I suspect it is not as stressful for the bees as it is for humans to move 1000 miles to new territory.

    Not sure about in the USA, but here, bees can only be used as commercial pollinators if they have a health inspection certificate. Furthermore, new queens are typically made at the start of spring (when the beekeeper checks on the colonies, cleans them up, and splits the bee colonies if they are too big before the main bloom is out), so there isn't much intermixing between bee colonies once they are deployed. So the risk of disease spread as a result of putting commercial hives next to each other is rather low.

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